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Zur Fastenzeit

Für viele Menschen ist besonders der Übergang zwischen den Faschingstagen und der Fastenzeit ein großer Bruch. Wie wenn man aus einer Welt in eine völlig andere Welt eintritt. Diese Welten könnten unterschiedlicher kaum sein: das ausgelassene Feiern, das bunte Treiben in den Karnevalshochburgen und dann Menschen, die sich vor Ostern mit mehr oder weniger Erfolg versuchen, sich einen Verzicht aufzuerlegen. In diesem Jahr ist dieser Bruch kaum zu spüren, da wir seit gut einem Jahr bereits aufgrund der Corona-Pandemie auf vieles Gewohnte verzichten müssen. Beiden Welten, der des Feierns und der des nüch-ternen Fastens, geht es um das Mensch sein. Wir haben Pläne, erfinden das Leben manchmal neu, spüren Brüche und Unzulänglichkeiten, nehmen uns und andere dann doch nicht so ernst und können vielleicht sogar über uns selber lachen. Im Buch Genesis entwirft Gott den Menschen, er formt ihn aus dem Ackerboden. Der Bruch entsteht dort, wo menschliche Entwürfe vom Leben dem Entwurf Gottes so zuwiderlaufen, dass es mit einem „Schwamm drüber“ oder „Darüber lachen wir noch heute“ nicht mehr geht. Ulrich Lüke bezeichnet die Fastenzeit in seinem Buch „Einladung ins Christentum“ als „eine Art Trainingslager der Menschlichkeit“. Dazu gehören für ihn drei Trainingseinheiten: Authentizität (Sei du selbst, denn so sieht dich Gott), Solidarität (Spare Zeit, Geld und Zuwen-dung und investiere sie für andere), und Spiritualität (Finde Trost, Ermutigung und Hoffnung bei Gott und definiere dein Ziel neu). Beides – Feiern und Fasten – sind sich gar nicht so fremd, wie es scheint: es geht um das Leben. Lebensfreude und Suche nach Er-neuerung gehören zusammen. Derzeit ist die Corona-Krise unser „Trainingslager“. Und selbst wenn wir es als unfreiwillig aufgezwungene Übung sehen, gilt für uns als Christen immer die Einla-dung Gottes: uns und den Mitmenschen die Fülle des Lebens neu zu öffnen. Eine wirkliche Investition in die Lebensfreude.

Kooperator Moritz Neufang

Passionskrippe Rieden

Auch in diesem Jahr ist die Passionskrippe in der Kirche St. Hubertus in Rieden am Josefs-Altar augebaut. Diese kann bis zum 17.04.2021 besichtigt werden.

Gedankensplitter II zum Josefsjahr – „Geliebter Vater“

von Kooperator Moritz Neufang

Die Bedeutung des heiligen Josef besteht darin, dass er der Bräutigam Marias und der Nährvater Jesu war. Als solcher stellte er sich in den Dienst des „allgemeinen Erlösungswerks“, wie der heilige Johannes Chrysostomus sagt. Der heilige Paul VI. stellt fest, dass seine Vaterschaft sich konkret darin ausdrückte, dass er „sein Leben zu einem Dienst, zu einem Opfer an das Geheimnis der Menschwerdung und an den damit verbundenen Erlösungsauftrag gemacht hat; dass er die ihm rechtmäßig zustehende Autorität über die heilige Familie dazu benützt hat, um sich selbst, sein Leben und seine Arbeit ganz ihr hinzugeben; dass er seine menschliche Berufung zur familiären Liebe in die übermenschliche Darbringung seiner selbst, seines Herzens und aller Fähigkeiten verwandelt hat, in die Liebe, die er in den Dienst des seinem Haus entsprossenen Messias gestellt hat“. Aufgrund dieser seiner Rolle in der Heilsgeschichte wurde der heilige Josef zu einem Vater, der von den Christen seit jeher geliebt wurde. Dies sieht man daran, dass ihm weltweit zahlreiche Kirchen geweiht wurden, dass viele Ordensgemeinschaften, Bruderschaften und kirchliche Gruppen von seinem Geist inspiriert sind und seinen Namen tragen und dass ihm zu Ehren seit Jahrhunderten verschiedene religiöse Bräuche gewidmet sind. Viele heilige Männer und Frauen verehrten ihn leidenschaftlich, wie etwa Theresia von Avila, die ihn zu ihrem Anwalt und Fürsprecher erkoren hatte, sich ihm vielfach anvertraute und alle Gnaden erhielt, die sie von ihm erbat; ermutigt durch ihre eigene Erfahrung, brachte die Heilige auch andere dazu, ihn zu verehren. In jedem Gebetbuch finden sich einige Gebete zum heiligen Josef. Jeden Mittwoch und vor allem während des gesamten Monats März, der traditionell ihm gewidmet ist, werden besondere Bittgebete an ihn gerichtet. Das Vertrauen des Volkes in den heiligen Josef ist in dem Ausdruck „Ite ad Joseph“ zusammengefasst, der sich auf die Zeit der Hungersnot in Ägypten bezieht, als das Volk den Pharao um Brot bat und er antwortete: „Geht zu Josef! Tut, was er euch sagt!“ (Gen 41,55). Das war Josef, der Sohn Jakobs, der aus Neid von seinen Brüdern verkauft wurde (vgl. Gen 37,11-28) und der – nach der biblischen Erzählung – später Vizekönig von Ägypten wurde (vgl. Gen 41,41-44). Als Nachkomme Davids (vgl. Mt 1,16.20), aus dessen Wurzel Jesus als Spross hervorgehen sollte, wie der Prophet Natan David verheißen hatte (vgl. 2 Sam 7), und als Bräutigam der Maria von Nazaret stellt der heilige Josef eine Verbindung zwischen dem Alten und dem Neuen Testament dar.

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Im Nachdenken über die Vaterschaft des hl. Josef nennt der Papst in seinem Schreiben zum Josefsjahr als Erstes den Aspekt des „geliebten Vaters“ und begründet diese Gedanken damit, dass Josef sein Leben und seine Vaterschaft nicht als seine persönliche Leistung oder als sein Eigentum verstanden hat, vielmehr sah er in seiner Rolle einen Dienst an der Menschwerdung Jesu, des Erlösers. In der großen Spannung zwischen Autorität, Verantwortung für die Familie und dem Dienst an Gottes Vorsehung spielte sich sein Leben ab. So wird auch heute noch geistliche Vaterschaft/Mutterschaft als Rückbindung an die Zusage Gottes verstanden, dass er uns im Mitmensch begegnen will, und dass seine Verheißungen mittels menschlicher Lebenswirklichkeit ihre Wege finden. In der Begleitung und dem Rat, aber auch in der kritischen Betrachtung durch Dritte kann uns für unser Leben Hilfe erwachsen. Wo bin ich für Menschen Ratgeber und Helfer? Wem kann ich mich vorbehaltlos anvertrauen? Bin ich bereit, die Einschätzung, den Rat eines Lebensbegleiters anzunehmen, auch wenn sie mich hinterfragt?

 

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Anrufung des Papstes zum hl. Josef

Sei gegrüßt, du Beschützer des Erlösers
und Bräutigam der Jungfrau Maria.
Dir hat Gott seinen Sohn anvertraut,
auf dich setzte Maria ihr Vertrauen,
bei dir ist Christus zum Mann herangewachsen.

O heiliger Josef, erweise dich auch uns als Vater,
und führe uns auf unserem Lebensweg.
Erwirke uns Gnade, Barmherzigkeit und Mut,
und beschütze uns vor allem Bösen. Amen.

 

Gedankensplitter zum Josefsjahr

von Kooperator Moritz Neufang

Mit väterlichem Herzen liebte Josef Jesus, der in allen vier Evangelien „der Sohn Josefs“ genannt wird. Die beiden Evangelisten Matthäus und Lukas, die seine Gestalt herausgestellt haben, erzählen nicht viel, aber doch genug, dass deutlich wird, auf welche Weise Josef Vater war und welche Sendung ihm die Vorsehung anvertraut hatte.

Wir wissen, dass er ein einfacher Zimmermann war (vgl. Mt 13,55), der Verlobte Marias (vgl. Mt 1,18; Lk 1,27); er war „gerecht“ (Mt 1,19), allzeit bereit, Gottes Willen zu tun, der sich ihm im Gesetz (vgl. Lk 2, 22.27.39) und durch vier Träume (vgl. Mt 1,20; 2,13.19.22) kundtat. Nach einer langen und beschwerlichen Reise von Nazaret nach Betlehem war er zugegen, als der Messias in einem Stall geboren wurde, weil anderswo „kein Platz für sie war“ (Lk 2,7). Er war Zeuge der Anbetung der Hirten (vgl. Lk 2,8-20) und der Sterndeuter (vgl. Mt 2,1-12), welche das Volk Israel bzw. die Heidenvölker repräsentierten.

Er hatte den Mut, vor dem Gesetz die Rolle des Vaters Jesu zu übernehmen, und er gab ihm den vom Engel geoffenbarten Namen: „Ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen“ (Mt 1,21). Einer Person oder einer Sache einen Namen zu geben bedeutete bei den alten Völkern bekanntlich die Erlangung einer Zugehörigkeit, so wie Adam es nach dem Bericht der Genesis tat (vgl. 2,19-20).

Gemeinsam mit Maria stellte Josef vierzig Tage nach der Geburt im Tempel das Kind dem Herrn dar und hörte mit Staunen die Prophezeiung des Simeon über Jesus und Maria (vgl. Lk 2,22-35). Um Jesus vor Herodes zu beschützen, hielt er sich als Fremder in Ägypten auf (vgl. Mt 2,13-18). Nach seiner Rückkehr in die Heimat lebte er in der Verborgenheit des kleinen unbekannten Dorfes Nazaret in Galiläa – von wo man sich keinen Propheten und auch sonst nichts Gutes erwartete (vgl. Joh 7,52; 1,46) – weit entfernt sowohl von Betlehem, seiner Geburtsstadt, als auch von Jerusalem, wo der Tempel stand. Als sie just auf einer Wallfahrt nach Jerusalem den zwölfjährigen Jesus verloren hatten, suchten Josef und Maria ihn voller Sorge und fanden ihn schließlich im Tempel wieder, wo er mit den Gesetzeslehrern diskutierte (vgl. Lk 2,41-50).

Nach Maria, der Mutter Gottes, nimmt kein Heiliger so viel Platz im päpstlichen Lehramt ein wie Josef, ihr Bräutigam. Meine Vorgänger haben die Botschaft, die in den wenigen von den Evangelien überlieferten Angaben enthalten ist, vertieft, um seine zentrale Rolle in der Heilsgeschichte deutlicher hervorzuheben. Der selige Pius IX. erklärte ihn zum „Patron der katholischen Kirche“, der ehrwürdige Diener Gottes Pius XII. ernannte ihn zum „Patron der Arbeiter“, und der heilige Johannes Paul II. bezeichnete ihn als „Beschützer des Erlösers“. Das gläubige Volk ruft ihn als Fürsprecher um eine gute Sterbestunde an. (…)

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Mit diesen Zeilen beginnt Papst Franziskus sein Apostolisches Schreiben „Patris Corde“ („Mit väterlichem Herzen“), mit dem er ein Jahr des Glaubens der Gestalt des hl. Josef widmet. Er lädt uns ein, uns dieser Gestalt im Glauben anzunähern und sie uns zum Freund zu machen. In seinen ersten Worten stellt der Papst den hl. Josef vor. Mir fällt beim Lesen auf, wie viele Seiten und Lebensstationen der Papst beim ihm entdeckt und in Erinnerung ruft. Manches umschreibt auf den ersten Blick nur eine Lebenssituation (Verlobter, Zimmermann als Beruf), die sich auch ändern kann, bei anderen (Vater, Bräutigam, Fremder in Ägypten) ahnen wir eine tiefe Bedeutung mit zum Teil existentiellen Konsequenzen für das eigene Leben. Josef steht mitten im Leben, in seinen Herausforderungen, auch in vielem, was er erst mühsam an sich heranlassen muss. In dieser nachweihnachtlichen Zeit werden wir mit der Gestalt des hl. Josef daran erinnert, dass uns die Menschwerdung Jesu nicht nur als Geschenk des Glaubens, sondern auch als Auftrag für das eigene Leben anvertraut ist, uns selbst gegenüber dem Sohn Gottes zu erklären. In welchem Verhältnis stehe ich zu Jesus? Welche Geschichte habe ich schon mit ihm erlebt? Welchen Dienst an Gottes gutem Werk kann ich jetzt in meiner Lebenssituation tun?

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Anrufung des Papstes zum hl. Josef

Sei gegrüßt, du Beschützer des Erlösers
und Bräutigam der Jungfrau Maria.
Dir hat Gott seinen Sohn anvertraut,
auf dich setzte Maria ihr Vertrauen,
bei dir ist Christus zum Mann herangewachsen.

O heiliger Josef, erweise dich auch uns als Vater,
und führe uns auf unserem Lebensweg.
Erwirke uns Gnade, Barmherzigkeit und Mut,
und beschütze uns vor allem Bösen. Amen.

 

 

Lebendiger Adventskalender im Großformat

Wir leben momentan in schierigen Zeiten. Die Corona Krise bringt Krankheit, Ansteckungsgefahr, Quarantäne und viele Einschränkung im Alltagmit sich. Das ist berohlich und wirkt bedrückend, gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit.

Daher sind wir alle für jeden Lichtblick dankbar, der Mut macht und Hoffnung schenkt. Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates Kempenich haben kreative Ideen gesammelt, wie die Advents- und Weihnachtszeit gestaltet werden soll, eine Zeit, die unser Herz und Gemüt besonders anspricht.

Eine Idee soll in der Adventszeit anschaulich werden: Ein Pfarrgemeinde Adventskalender im "Großformat".

Zum Umsetzen dieser Ideen wird aber die Mithilfe von 23 Mitgliedern der Pfarrgemeinde benötigt, für jeden Adventstag vor Weihnachten einen Mitwirkenden, egal welcher (christlichen) Glaubensrichtung man angehört. Ein Fenster ihres Hauses oder ihrer Wohnung soll, gut sichtbar für alle, kreativ mit einem Adventsmotib und der zugeteilten Zahl des Adventsdatums gestaltet werden. Besonders eindrucksvoll wäre es, wenn das Adventsfenster in der Dunkelheit leuchten würde. Wie bei einem Adventskalender, an dem jeden Tag ein Türchen geöffnet wird,, wird an jedem Tag ein neues geschmücktes Fenster sichtbar. Es wäre schön, wenn diese Aktion auch in den Filialen der Pfarrei mitgetragen würde.

Das 24.ste "Türchen" wird die große Krippe in der Pfarrkirche sein.

Es wäre sehr erfreulich, wenn sich zahlreiche Menschen von dieser Idee angesprochen fühlen würden. Diese können sich gerne im Pfarrbüro melden unter der Telefonnummer 02655/1084 oder per E-Mail unter pfarramt-Kempenich@t-online.de.

Ein solch außergewöhnlicher Adventskalender mit seinen schön gestalteten, hell erleuchteten Fenstern schenkt bestimmt viel Freude in einer bedrückend düsteren Zeit und stärkt die Vorfreude auf das Weihnachtsfest, an dem wir das Kommen des Heilandes feiern, der das Licht der Welt ist.

Adventsfenster 2020 Kempenich